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Felix Walner

Klassische Kunsttechniken live erleben
Die Vielfalt an Themen und die Freude, künstlerische Mittel auszuprobieren, führten ihn durch ein schöpferisches Künstlerleben. Felix Walner trieb die Lust, seine Bilder in verschiedenen Techniken darzustellen. Die durch Kriegszeiten knappen Malmittel und Materialien kompensierte er mit Improvisationsgeschick. Beidseitig beschnitzte Druckstöcke, Hartfaserplatten, mit Fresco grundierte Türblätter, Schränktüren – alles wurde bemalt  oder zum Drucken benutzt.
Über 250 Holzschnitte, großformatige Ölbilder, Hunderte von Aquarellen, Radierungen, Lithografien, Frottagen, Siebdrucke und vor allem Mischtechniken bestimmen den Nachlass. Das Werk Felix Walners kann sich im Kontext zeitgenössischer Kunst auf hohem Niveau behaupten.

Cera Trementina

  • cera3
    cera3
  • cera.2
    cera.2
  • Cera1
    Cera1


Ca. 1962 begann Felix Walner intensiv mit einer neuen Technik zu experimentieren, deren Grundstoffe Wachs Farbpigmente und Terpentin sind. Er nennt diese Technik, beeinflusst durch seine Aufenthalte in Italien, Cera (= Wachs) Trementina (= Terpentin).
Dieser Begriff bezeichnet einen komplexen Malvorgang, dessen Besonderheit nicht nur in der Wahl und Kombination der Malmittel liegt, sondern vor allem auch in der Behandlung des Papierträgers. Durch das Einritzen von Linien in  Büttenpapier entsteht eine noch unsichtbare Binnenzeichnung. Mit dem Einwischen von
Farbpigmenten wird das Motiv sichtbar.
Die mit Terpentin verdünnten Wachsfarben saugen sich vermehrt in die Ritzen, sodass dadurch die sehr differenzierte Linienstruktur erscheint. Die raffinierte Eigenart dieser von
Felix Walner entwickelten Technik verband
seine sicheren Linienführungen mit der malerischen Farbigkeit.




Felix Walner
Maler/Grafiker
Kurzbiografie 1906  - 1981

1926 - 31 Kunstakademie der Hochschule für bildende Künste, Hamburg
1948 Mitglied im „Kleinen Hamburger Künstler­ring“.  Teilnahme „Gruppe 45“ und Jahr­hundert­ausstellung „Hamburger Kunsthalle“. Vertreten in öffentlichen und privaten Sammlungen.

Kollektivausstellungen in Berlin, Bonn, Budapest, Dresden, Halle, Hamburg, Livorno, München, New York, Nürnberg, Paris,
St. Petersburg, Prag, Venedig, Warschau.

Einzelausstellungen (Auszug)
1963     Galleria „San Vidal“, Venedig
1964     Atelier Mensch, Hamburg
1964     Galerie im Bauzentrum, Hamburg
1964     Galleria „Ca´Gustian“, Venedig
1966     Galerie „Maywald“, Paris
1966     Galleria „Cavanna“, Venedig
1968     Galleria „Il Canale“, Venedig
1969     Galerie „Foerster“, Nürnberg
1970     Galerie „Mouffe“, Paris
1972     Galleria „Angelo“, Venedig

  • Sonnenplatz
    Sonnenplatz
  • Kanne_1
    Kanne_1
  • Gartenfest_1
    Gartenfest_1
  • Motiv2
    Motiv2



Aquarelle
Synonym für Licht und Leichtigkeit.
Als Gründungsausstellung zeigte die Stiftung den Aquarellzyklus „Die Mädchen von Fanø“ – eine besondere Bildfolge von 36 Blättern, die
das reife Werk von Felix Walner in dieser Technik besonders gut widerspiegeln.
Hier verdichten sich seine sichere Linienführung, Spontanität, die subtile Anlage farbiger Flächen und seine symbolhafte Formensprache.
Auch hier reizt ihn wieder das Experiment, z.B. mit Filzstift in das noch feuchte Aquarell zu zeichnen.
Für Felix Walner wurden inhaltliche und konzeptionelle Themen wichtiger, sodass er die Landschaftsmalerei in sein Atelier verlegte.

  • Aquarell2
    Aquarell2
  • aquarell1
    aquarell1
  • aquarell3
    aquarell3
  • aquarell4
    aquarell4


Tempera
Licht und Schatten mit farbiger Eindringlichkeit.
Diesen Farbtyp kombinierte Felix Walner gern mit Kreiden oder Drucken – manchmal so lasierend leicht in Richtung Aquarell.
Die Spannung zwischen den Techniken macht einen großen Teil der reizvollen Bildwelten Felix Walners aus.










Posthume Einzelausstellungen (Auszug)
1984 - Amsinck Villa, Hamburg
1984 - Landes­ver­tretung der Hansestadt           
Hamburg, Bonn
1991 - St. Petersburg
1991 - HASPA, Hamburg,
„Ein norddeutscher Maler in südlichem Licht“
1993 - Evangelische Akademie Hamburg, 
ALMA
1997 -Fanø-Kunstmuseum
 „Die Mädchen von Fanø“
1998 - Schloss Agathenburg
„Sommerhaus - Licht und Schatten“
2000 - Einzelausstellung Hamburg          
„Impressionen von unterwegs“
Ölgemälde, Cera Trementina und Aquarelle
Seit 2001 Ständige Ausstellung von Arbeiten in
der Stiftungsgalerie
2002 - Speicherstadt Hamburg -
„Die frühen Bilder“ -
Großformate in Öl und Tempera
2011 - "Stiftung Weltweite Wissenschaften“ im
Gästehaus der Universität Hamburg
„Durch die Zeit“ Malerei, Druckgrafik,
 Cera Trementina

Bücher, Druckprojekte
1972     Buchedition
             „Die Mädchen von Fanö“
1992     Edition ALMA als Buch

Ölmalerei

  • Öl1
    Öl1
  • Öl2
    Öl2
  • 44.1.br.1
    44.1.br.1

Das Experiment bestimmt seine kreative Kraft.
Felix Walner überrascht mit eingestreutem Farbpulver, Sand und Materialabdrücken, kratzt und schabt auf der Leinwand, sprüht Tinte aus der Flasche dazu oder zieht Linien direkt aus der Tube. Dabei bleibt er seiner malerischen
Erzählkunst treu, die trotz virtuoser Vermischung gestalterischer Mittel „akademisch“ sicher bleibt.
Die oft bedeutungsschweren Inhalte mytholo-gischer Themen bestimmen meist seine Ölbilder.
Hier erscheinen seine typischen Symbole – eine formelhafte Bildsprache seiner fantasievollen Gedankenwelt.

  • Tempera1
    Tempera1
  • 33.dd.2
    33.dd.2
  • 44.am.2
    44.am.2

Charlotte Walner - v. Deuten
Stiftungsgeberin
Kurzbiografie 1906 - 1984

1939  - Charlotte v. Deuten und Felix Walner heiraten. Mit 30 Jahren gründete sie in Hamburg eine eigene Anwaltskanzlei. Sie wollte, dass sich Felix Walner ganz dem künstlerischen Schaffen widmet.
1957 - 61 - Bürgerschaftsabgeordnete der SPD in Hamburg. Zeit ihres Lebens engagierte sie sich besonders für die Lösung sozialer und gesellschaftlicher Probleme von Frauen.
1984 verfügte sie die Stiftung.
1990 - Gründung der Charlotte Walner-v. Deuten-Stiftung

In der Stiftung wird das Lebenswerk Felix Walners gepflegt, um seine künstlerischen Positionen, Techniken und Ideen der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
1990 - 91 wurde der Werkkatalog zum Nachlass von Anja Schmidt, M.A., Kunsthistorikerin erstellt.
Seit 1999 wird als Jahresgabe ein Thema –
meist als Kalender – an die Freunde der Stiftung verteilt.
1999 - Eröffnung der Internet-Galerie
www.felix-walner.de
2004 - Digitalisierung des gesamten Werksverzeichnisses mit Bilderfassung
2007 - Neustrukturierung des Nachlasses nach Themen und Techniken
2011 - Erweiterung der Galerieräume in der Stiftungsgalerie